Polyamorie-Gespräche
Videos für Polys, neugierige Menschen und interessierte Fachkräfte
Sie erwartet ab dem 1. November:
VORVERKAUFSBONUS
Mit dem Ticket für 2026 können Sie alle Vorträge + Deep Dives der Gespräche 2023, 2024 und 2025 ansehen!
Sie erwarten ab dem 13. November:
8 Vorträge
vom Expert:innen-Netzwerk Polyamorie für Beratende und Therapeut:innen (ENP) und Gästen. Während den 10 Tagen können Sie alle 2026 Videos flexibel ansehen. Sie bestimmen, wann und in welcher Reihenfolge.
8 Deep Dives
Deep Dive mit wechselnden Poly-Expert:innen des ENP und Gästen vertiefen alle Vorträge.
Ticketpreise - ab 1. November kaufen, bis 22. November alle Videos schauen
Wählen Sie den sich passenden Preis nach Selbsteinschätzung:
20 € für Menschen ohne Einkommen
35 € mit geringem Einkommen
60 € mit regulärem Einkommen
80 € mit hohem Einkommen
Sie haben im Eventzeitraum keine Zeit oder Sie möchten auch nach dem 22. November Zugriff? Sie können Pakete der Gespräche 2023-2026 kaufen für einen zeitlich unbegrenzten Zugang:
Gespräche 2026 (ab 23. Nov 26)
FAQ
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Sein Sie dabei! Wir freuen uns auf Sie!
Annika Ackermann und Leonie Henning (Veranstalterinnen)
SAVE THE DATE Polyamorie-Gespräche 2027: 12.-21. November
4. Polyamorie-Gespräche 2026: Vortragende
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Annika Ackermann
Polyamorie: unverzichtbar oder eine Möglichkeit von vielen?
Wie Sie herausfinden, was Sie wollen – und worüber Sie verhandeln können (und worüber nicht)
Annika Ackermann stellt ein Modell aus ihrer Beratungspraxis vor, das Unterschiede verständlich macht:
Manche Menschen erleben Polyamorie als Teil ihrer Identität: polyamor zu leben, fühlt sich authentisch und stimmig an.
Andere wählen Polyamorie als Lebensstil, könnten aber auch zufrieden monogam leben. Dazwischen gibt es viele Abstufungen.
Sie erfahren, wie Sie konkrete Beziehungsfragen unter die Lupe nehmen können:
Könnte ich für diese Partnerschaft monogam leben – und was würde mich das kosten?
Möchte ich Polyamorie selbst oder vor allem meiner Partnerperson zuliebe? Und ist das legitim?
Worauf kann ich verzichten, ohne mich dauerhaft einzuschränken?
Eine Reflexionsübung hilft Ihnen, die eigene Position zu erkunden und sich mit Ihrem Gegenüber zu vergleichen. So können Sie genauer besprechen, welche Kompromisse langfristig tragfähig sind und wo Ihre Wünsche möglicherweise nicht zusammenpassen.
Ziel des Vortrags: Sie lernen sich und ihre Partnerpersonen besser zu verstehen. Der Beitrag stärkt Sie dabei, ein polyamores Selbstbewusstsein zu entwickeln.
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Deep Dive mit Annika Ackermann
Die ENP-Runde diskutiert Annikas Modell und seine Anwendung in der Beratung und im eigenen Beziehungsleben. Warum erleben Menschen Polyamorie als Identität oder Lebensstil? Kann sich die Einordnung wandeln durch Verliebtheit, neue Lebensphasen oder veränderte Lebensumstände? Und welche Rolle spielen dabei Selbstbestimmung und Eigenverantwortung?
Anhand konkreter Beispiele beleuchtet sie Herausforderungen, wenn eine Person eine Beziehung öffnen möchte und die andere noch unsicher ist: Wie viel Zeit braucht eine informierte Entscheidung? Muss ich mich schon festlegen, bevor ich überhaupt weiß, wie sich Polyamorie für mich anfühlt? Und wie können wir mit Unsicherheit umgehen, ohne uns selbst oder unsere Partnerpersonen unter Entscheidungsdruck zu setzen?
Der Deep Dive zeigt, wie das Modell Orientierung geben kann, ohne Menschen auf ein Label festzulegen - und warum es hilfreich sein kann, sich Zeit zum Erkunden zu nehmen, statt vorschnell entscheiden zu müssen, welche Beziehungsform die richtige ist.
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Leonie Henning
Schon alles besprochen – und trotzdem festgefahren?
Mit Figürchen Gefühle sichtbar machen und neue Perspektiven gewinnen
Sie reden und reden – und trotzdem verstehen Sie nicht, warum dieselbe Situation Sie und Ihre Partnerperson so unterschiedlich trifft. Für eine Person ist die Beziehung sicher, die andere fühlt sich plötzlich unwichtig oder allein. Manchmal fehlen nicht die Worte, sondern ein gemeinsames Bild davon, was in Ihnen jeweils vorgeht.
Leonie Henning zeigt an einem konkreten Beispiel, wie Sie mit kleinen Figuren Ihre Beziehungssituation sichtbar machen können. Wo stehen Sie? Wie nah fühlt sich Ihre Partnerperson an? Und was steht gerade zwischen Ihnen? Auch Wut, Angst oder ein neuer Job können einen Platz bekommen. Dafür braucht es keine besondere Ausstattung: Alltagsgegenstände reichen zum Ausprobieren.
Die Aufstellung zeigt, wie Sie die Situation gerade erleben, sie legt nicht fest, wie Ihre Beziehung „wirklich“ ist. Unterschiedliche Bilder dürfen nebeneinanderstehen. So können Sie Gefühle anerkennen, Missverständnisse entdecken und sichtbar machen, was Sie sich wünschen. Aus einem schwer greifbaren Durcheinander werden konkrete Fragen und neue Gesprächsmöglichkeiten.
Ziel des Vortrags: Sie lernen eine einfache Methode kennen, mit der Sie Gefühle, Bedürfnisse und Beziehungsdynamiken allein oder gemeinsam sichtbar und besprechbar machen können.
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Deep Dive mit Leonie Henning
Die Runde diskutiert konkret, wann das Tool trägt und wann es überfordert: klein und langsam anfangen, Neurodivergenz und Abstraktionsfähigkeit beachten, und wie ein guter Schutzrahmen gelingt.
Ergänzt werden Gedanken zu Tier- vs. neutralen Figuren, zum Unterschied zwischen Lösungssuche und dem Invalidieren von Gefühlen - und zur wichtigsten Skeptiker:innen-Frage: „Was soll das ändern?"
Der Deep Dive zeigt, wie ein einfaches Werkzeug Komplexität begreifbar macht, Konflikten Leichtigkeit gibt und gegenseitiges Verstehen auf Augenhöhe erleichtert.
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Sonja Jüngling
Bis hierhin – und wie weiter?
Grenzen erkennen, sich schützen und gemeinsam neue Wege finden
Ein Gespräch wird Ihnen zu laut. Eine Person kommt Ihnen zu nah. Oder Sie sehen Ihre Partner:in mit jemand anderem und plötzlich ist alles zu viel. Sie spüren: So geht es gerade nicht weiter. Aber was brauchen Sie jetzt – und was bedeutet das für die anderen?
Sonja Jüngling zeigt einen praktischen Weg in drei Schritten: 1. wahrnehmen, was in Ihnen passiert, 2. für Ihren Schutz sorgen und 3. anschließend gemeinsam überlegen, wie es künftig anders gehen kann. Dafür müssen Sie Ihre Grenze nicht sofort perfekt erklären können. Ein „Ich merke gerade, dass mir das zu viel ist“ kann der Anfang sein.
An konkreten Beispielen unterscheidet Jüngling zwischen starken Gefühlen, persönlichen Grenzen und gemeinsamen Vereinbarungen. Was können Sie selbst tun? Was möchten Sie ansprechen? Und welche Absprachen helfen, wenn eine Person Abstand braucht und die andere dadurch Angst bekommt? Ihre Grenze ernst zu nehmen und die Perspektive Ihres Gegenübers zu berücksichtigen, ist kein Widerspruch!
Ziel des Vortrags: Sie bekommen eine verständliche Orientierung, um Grenzen früher wahrzunehmen, sich zu schützen und konkrete Absprachen für polyamore Beziehungssituationen zu finden.
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Deep Dive mit Sonja Jüngling
Wie klar müssen Grenzen sein? Und was, wenn wir aus Angst vor Grenzverletzungen so vorsichtig werden, dass wir uns selbst und anderen kaum noch nahekommen? Die ENP-Runde diskutiert mit Sonja Jüngling, wie wir mit verletzten Grenzen, starken Emotionen und unterschiedlichen Bedürfnissen umgehen können.
Es geht um konkrete Situationen aus Beziehungen und Sexualität: Wann hilft es, eine Grenze weicher zu halten? Was tun, wenn wir emotional erschöpft sind? Und wie können wir lernen, Grenzen wahrzunehmen, zu kommunizieren und auch mit unbeabsichtigten Grenzverletzungen umzugehen?
Der Deep Dive zeigt: Sie erhalten praktische Impulse, um Grenzen flexibler und zugleich sicherer zu gestalten - mit mehr Selbstfürsorge, Klarheit und liebevoller Güte Ihnen selbst und Ihren Partnerpersonen gegenüber.
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Dr. Anika Mehlis
Nicht zu viel, nicht zu wenig – anders
Polyamorie und Neurodiversität: Beziehungen gestalten, die zu Ihnen passen
Sie brauchen Rückzug, aber Ihre Partnerperson erlebt das als Ablehnung. Sie wünschen sich intensiven Austausch und hören, Sie würden klammern. Vielleicht kennen Sie das Gefühl, dass andere eine Bedienungsanleitung für Beziehungen bekommen haben, die bei Ihnen fehlt. Was verändert sich, wenn Sie Ihre Unterschiede besser verstehen, statt sich ständig passend machen zu müssen?
Dr. Anika Mehlis spricht über Neurodiversität, also die natürliche Vielfalt unserer Wahrnehmungs-, Denk- und Verarbeitungsweisen. Mit Blick auf ADHS, Autismus und Hochbegabung erkundet sie, warum nichtmonogame Beziehungen für manche Menschen besonders stimmig sein können – und wo Reizüberflutung, starke Zurückweisungsempfindlichkeit oder unterschiedliche Geschwindigkeiten zur Herausforderung werden.
Sie erfahren, wie Sie Ihre Belastungsgrenzen besser berücksichtigen, Tempo und Komplexität anpassen und Missverständnisse gemeinsam übersetzen können. Was brauchen die beteiligten Menschen, damit ihre Beziehungen zu ihnen passen?
Ziel des Vortrags: Sie verstehen unterschiedliche Bedürfnisse und Reaktionen besser und erhalten praktische Anregungen, um Überforderung zu verringern, Absprachen verlässlicher zu gestalten und passende Formen von Nähe und Freiraum zu finden.
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Deep Dive Anika Mehlis
In diesem Deep Dive taucht die ENP-Runde tiefer in den Zusammenhang von Polyamorie und Neurodivergenz ein: Was wissen wir wirklich über die neurobiologischen Zusammenhänge – von Dopamin bis Rejection Sensitivity – und wo endet das Wissen und beginnt die Vermutung?
Die Runde wird ganz konkret: Wie können Menschen mit hoher Zurückweisungsempfindlichkeit ihrem Gegenüber vermitteln, wie groß dieser Schmerz ist – etwa über Skalierung, Körperarbeit und Bilder? Warum gilt bei allen Methoden “Consent first”? Und wie gehen Berater:innen damit um, wenn sie bei Klient:innen einen Verdacht auf ADHS oder Autismus haben: ansprechen, Krümel streuen oder schweigen?
Der Deep Dive zeigt, dass Neurodivergenz eine Normvariante ist, die sowohl Features als auch Herausforderungen mitbringt – und dass gegenseitige Übersetzungsleistung, Mitgefühl und der Satz “Unser System ist eine Schnecke” Beziehungen entspannter machen können.
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Dipl.-Psych. Mathias Funke
Angst darf mit – aber nicht alles bestimmen
Wie Sie mit schwierigen Gefühlen Ihren eigenen Weg in der Polyamorie finden
Sie möchten offen oder polyamor leben und trotzdem kommen Eifersucht, Angst oder Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“ in Ihnen hoch? Vielleicht kämpfen Sie dagegen an und warten darauf, sich endlich sicher genug zu fühlen. Aber müssen schwierige Gefühle wirklich erst verschwinden, bevor Sie Ihr Leben gestalten können?
Mathias Funke stellt die Akzeptanz- und Commitmenttherapie, kurz ACT, vor. Laut ACT können wir Gedanken und Gefühle wahrnehmen, ohne ihnen automatisch folgen zu müssen. An konkreten Beispielen zeigt er, wie Ihre persönlichen Werte Orientierung geben können, auch inmitten von Unsicherheit oder Streit.
Dabei bedeutet Akzeptanz ausdrücklich nicht, schlechte Behandlung hinzunehmen oder Polyamorie um jeden Preis auszuhalten. Es geht darum, inneres Erleben anzuerkennen und von dort aus zu entscheiden: Was ist mir wichtig? Und welcher nächste Schritt passt dazu?
Ziel des Vortrags: Sie lernen, dass Sie Abstand zu belastenden Gedanken gewinnen können. Auch mit Angst oder Eifersucht können wir Entscheidungen treffen, die unseren Wünschen und Werten entsprechen.
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Deep Dive Mathias Funke
In diesem Deep Dive vertieft die ENP-Runde Mathias Funkes Einführung in ACT (Achtsamkeitsbasierte Verhaltenstherapie): Was tun, wenn Gefühle im Konflikt so laut werden, dass nichts mehr geht? Wie Gedanken und Gefühle beobachten lernen, statt mit ihnen identisch zu sein – vom bewussten Raumgeben bis zum „In das Gefühl hineinatmen".
Es geht nicht darum, unangenehme Gedanken oder Gefühle loszuwerden, sondern die eigene Haltung zum inneren Erleben zu verändern. Die Runde diskutiert konkrete Fragen aus der Praxis: Wie unterscheide ich Bauchgefühl von alten Mustern? Für wen eignet sich ACT (nicht)? Und was hat es mit dem radikalen Konzept der „kreativen Hoffnungslosigkeit" auf sich?
Ein Highlight der Runde: die Erkenntnis, dass Anerkennen und Aushalten manchmal schon die Intervention ist. Man muss nicht immer gleich etwas lösen – gemeinsam mit Klient:innen im Schmerz zu sitzen kann mehr bewirken als jede Technik.
Der Deep Dive zeigt, wie Akzeptanz und Commitment in Beziehungen Ruhe schaffen, echte Verbindung ermöglichen und Raum für Heilung öffnen.
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Gast: Prof. Dr. phil. Agostino Mazziotta
Wer entscheidet hier eigentlich?
Macht in Ihren Beziehungen erkennen und mehr mitgestalten
Sie entscheiden doch alles gemeinsam - oder? Vielleicht fällt Ihnen auf, dass immer dieselbe Person nachgibt. Dass manche Bedürfnisse selbstverständlich berücksichtigt werden, während andere erst ausführlich begründet werden müssen. Macht zeigt sich oft dort, wo wir sie gar nicht vermuten.
Agostino Mazziotta zeigt auf, wie Macht in Liebesbeziehungen entsteht: durch Geld, Bildung, Kommunikationsstil oder die Position im Polykül. Wer bekommt Informationen? Wer kann Nein sagen? Und wer wird bei Entscheidungen einfach mitgedacht? Sie erfahren, warum wir den eigenen Einfluss leicht übersehen und dieselbe Beziehung sehr unterschiedlich erleben können.
Dabei geht es nicht darum, jede Ungleichheit zu beseitigen. Entscheidend ist, ob alle Beteiligten ihre Bedürfnisse einbringen und die Beziehung mitgestalten können. So wird aus der Frage „Wer hat mehr Macht?“ die Frage „Wie bekommen wir alle mehr Gestaltungsspielraum?“
Ziel des Vortrags: Sie erkennen Machtdynamiken in Ihren Beziehungen und erhalten konkrete Fragen, um über Einfluss, Verantwortung und faire Mitgestaltung ins Gespräch zu kommen.
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Deep Dive Agostino Mazziotta
In diesem Deep Dive diskutiert die ENP-Runde, wie sich Macht in Beziehungen sichtbar machen und gut ansprechen lässt. Warum es sich lohnt, den Begriff „Macht" zu rehabilitieren – weg von „Macht über" hin zu Macht als Voraussetzung für Gestaltung und Verantwortung – und warum sich Machtdynamiken besonders dann explorieren lassen, wenn sich alle Beteiligten sicher fühlen.
Die Runde wird konkret: Warum man von außen oft gar nicht sagen kann, wer „die mächtigere Person" ist, wie Verweigerung und Untätigkeit ebenfalls Machtpositionen sein können und warum Agostino Mazziotta jeden Prozess mit der Frage beginnt: „Seid ihr bereit, gemeinsam Verantwortung für die Beziehung zu übernehmen?"
Ergänzt werden praktische Methoden – von psychodramatischen Aufstellungen bis zur Arbeit mit Tüchern als Bodenanker – und ein Blick auf die Frage, welche Rolle Bindungssicherheit (CARB) spielt, damit Menschen überhaupt über das sprechen, was sie stört.
Der Deep Dive zeigt, dass Macht immer relational ist – und dass wir gut darüber sprechen können, wenn wir die richtigen Werkzeuge und genug Sicherheit mitbringen.
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Gast: Laura Voelker
Warum eigentlich “nur” Freundschaft?
Mit “Multiphilia” Nähe und Verbindlichkeit jenseits von Romantik gestalten
Manche Menschen fühlen sich eingeengt von der Kategorie “Freundschaft”. Was, wenn wir uns mehr Verbindlichkeit wünschen, als dieses Label traditionell zulässt? Warum sollte eine Beziehung weniger zählen, weil sie weder romantisch noch sexuell ist?
Laura Voelker stellt mit Multiphilia ein Konzept für bedeutungsvolle platonische Beziehungen vor. Es gibt Raum für Verbundenheit, die in den üblichen Beziehungskategorien oft unsichtbar bleibt. Wie verbindlich möchten wir miteinander sein? Welche Rolle spielen wir im Leben der anderen Person? Und wie lassen sich Freiheit und gegenseitige Verantwortung zusammenbringen?
Mit ihrem Beziehungs- und Intimitätsradar macht Laura unterschiedliche Bedürfnisse und Formen von Nähe sichtbar. So entstehen konkrete Gesprächsanlässe über das, was Ihnen und Ihren Bezugspersonen wichtig ist – ohne dass Sie Ihre Verbindung erst zu einer romantischen Beziehung erklären müssen, damit sie Gewicht bekommt.
Ziel des Vortrags: Sie entdecken neue Begriffe und ein praktisches Online-Werkzeug, um wichtige platonische Beziehungen bewusster zu benennen und Nähe, Erwartungen und Verbindlichkeit miteinander zu besprechen.
Mehr über Laura Voelker -

Deep Dive mit Laura Voelker
In diesem Deep Dive stellt sich die ENP-Runde Lauras neuem Werkzeug vor: Kategorien und Werte für Beziehungen jenseits der romantischen Paarbeziehung – etwa Lebensbegleiterin, Lebensbestreiterin oder Nahbezugsperson. Die Runde diskutiert, wie solche Begriffe Gespräche präziser machen: Sie erklären nichts von selbst, aber sie laden zum Nachfragen ein, statt Annahmen zu treffen.
Die Runde beleuchtet, warum das Tool auch solo in einer Beziehung funktioniert, woher die Werte kommen (Introspektion, Literatur, viele Beziehungsgespräche) und wie eng neue Kategorien mit Verletzungen zusammenhängen können, wenn Freund:innen plötzlich „einsortiert" werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf Amatonormativität: Was würde gesellschaftlich passieren, wenn wir die romantische Beziehung nicht bräuchten, um uns sozial sicher zu fühlen? Warum braucht es neue Worte für Wahlfamilien, Freundinnenschaft und Care-Strukturen – und wie schafft Sprache Bewusstsein und Wirklichkeit?
Der Deep Dive zeigt, wie Beziehungen aller Art sichtbarer, wertvoller und verhandelbar werden, wenn es Vokabular gibt – ein intensiver Austausch über die nächste Stufe der Beziehungsdekonstruktion, der Lust macht, selbst Kategorien zu prüfen und Gespräche zu führen.
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Gast: Anja Dabrowski
Wenn beide mehr Nähe wollen - wo bleibe ich dann?!
Wie Sie als V-Spitze verlässlich für ihre polyamoren Beziehungen da sind, ohne sich selbst zu verlieren
(Mindestens) zwei Menschen wünschen sich Ihre Nähe, Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit. Sie möchten niemanden enttäuschen – und plötzlich haben Sie Dinge versprochen, die Sie gar nicht halten können. Oder Sie stehen auf der anderen Seite und fragen sich: Warum wird unsere Verabredung schon wieder umgeworfen?
Anja Dabrowski beleuchtet die besondere Rolle der V-Spitze: der Person, die mehrere Partnerschaften führt und diese miteinander verbindet. Sie zeigt, warum Gerechtigkeit nicht bedeutet, allen genau das Gleiche zu geben und weshalb die eigenen Bedürfnisse dabei genauso zählen wie die der Partner:innen. An konkreten Alltagssituationen wird deutlich, wie aus gut gemeinten Zusagen Unsicherheit und Konkurrenz entstehen können.
Was hilft, wenn Sie zwischen Erwartungen hin- und hergerissen sind? Wie lassen sich Entscheidungen klar vertreten und Enttäuschungen liebevoll begleiten? Mit Perspektivwechseln, einer kleinen Einfühlübung und konkreten Gesprächsbeispielen eröffnet der Beitrag Wege zu mehr Verlässlichkeit. Ein ehrliches Nein kann mehr Sicherheit geben als ein Ja, das später nicht hält.
Ziel des Vortrags: Sie gewinnen konkrete Anregungen, um Bedürfnisse klarer zu erkennen, realistische Zusagen zu machen und Ihre Beziehungen mit mehr Verlässlichkeit und weniger gegenseitigem Druck zu gestalten, als V-Spitze oder als deren Partnerperson.
Mehr über Anja Dabrowski -

Deep Dive Anja Dabrowski
In diesem Deep Dive beleuchtet die ENP-Runde die V-Spitze – die Person, die in einer V-Konstellation beiden anderen verbunden ist. Warum ist das ein besonderes „Jobprofil", das Beinestärke braucht? Und was passiert, wenn die V-Spitze zum People Pleaser wird, der mit dem Mund Ja sagt, während etwas in ihr Nein sagt?
Die Runde wird praktisch: Was brauchen Menschen, um Nein sagen zu können? Warum lohnt es sich, genau hinzuschauen, wozu das Ja eigentlich gegeben wurde – und wofür nicht? Wie umgehen mit wechselnden Entscheidungen der V-Spitze, mit Zeitschlössern, Selbstfürsorge und dem schmalen Grat zwischen Unterstützung und Übergriffigkeit?
Ergänzt wird ein prägnanter Tipp für Gespräche zu dritt: „Wenn ihr zu dritt reden müsst, dann sprecht zu viert." Warum Krisengespräche in der V-Konstellation besser von einer vierten Person moderiert werden und warum Formate wie Radar für Paare dort nicht einfach adaptiert werden sollten.
Der Deep Dive zeigt, wie schwierige Konstellationen mit Klarheit, Wohlwollen und guten Strukturen leichter werden – ein Muss für alle V-Spitzen, ihre Partner:innen und Beratende.
Die Inhalte der Polyamorie-Gespräche sind als Paket zum bequemen Streamen erhältlich.
Details zu den einzelnen Vorträgen finden Sie weiter unten.
Statt eines Pakets möchten Sie einzelne Beiträge kaufen? Die Übersicht finden Sie hier.
Seien Sie dabei! So gehts:
Gastbeitragsbewerbung
Einsendeschluss Gespräche 2026: 19.1.2026 | Beiträge, die danach eingereicht werden, können für die Konferenz 2027 berücksichtigt werden.
Einsendeschluss Gespräche 2027: 18.1.2027 | Beiträge, die danach eingereicht werden, können für das Folgejahr berücksichtigt werden.
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Ihr beruflicher Hintergrund und ihr Zugang zum Thema Nicht-Monogamie
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Über die Polyamorie-Gespräche
Alleinstellungsmerkmal: Das einzige deutschsprachige jährliche Konferenzkonzept zu Polyamorie. | Historie: Seit 2023 | Informationen bzgl. der Inhalte: Die Beiträge stammen von Mitgliedern des ENP. Gast-Sprecher:innen laden wir aus Therapie und Beratung sowie anderen Tätigkeitsfeldern ein (z.B. Jura, Sozialarbeit und Philosophie). | Ziel der Veranstaltung: Als praxisorientierte Veranstaltung haben die Gespräche das Ziel, Polyamorie zu normalisieren und Personen, die polyamor leben (wollen) sowie psychosozialem Fachpersonal einen Einblick in die Praxis und konkrete Methoden zu bieten. | Vertiefungsrunden Deep Dives: Nach Absprache möglich.
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für:
Interessierte Personen
psychosoziales Fachpersonal